Jacqueline  

Bachelor of Science in Physiotherapy   Switzerland

 

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Fakten zum Säure-Basen Haushalt und wie wir ihn positiv beeinflussen können

Fakten zum Säure-Basen Haushalt und wie wir ihn positiv beeinflussen können

Hallo ihr Lieben,

ein Blick auf die heutige Ernährungsweise zeigt uns: Sie beinhaltet vorwiegend säurebildende Lebensmittel. Auch die Säurebelastung ist in der gegenwärtigen Zeit und mit dem jetzigen Lebensstil eher erhöht (1).

Der Körper kann dies ausgleichen. Dafür existieren mehrere Mechanismen. Unter anderem benötigt er genügend basische Mineralstoffe. Dazu zählen zum Beispiel Kalium und Magnesium. Sind diese aufgebraucht, greift der Körper auf körpereigene Stoffe zurück, zum Beispiel den Knochen. Dies kann zu schweren Erkrankungen führen. Leider werden solche Erkrankungen erst viel zu spät erkannt, denn sie entstehen schleichend und ihre Herkunft scheint dann nicht mehr ganz klar.

Wie wir das verhindern können und alle wichtigen Informationen zum Säure-Basen-Haushalt findet ihr in diesem Blogpost.

 

Inhalt

Geschichte

7 Fakten zum Säure-Basen Haushalt

Was können wir für unseren Säure-Basen Haushalt positives tun?

Säure-Basen Tabelle

 

 

Geschichte

Schon etwa 400 Jahre vor Christus erkannte Hippokrates, dass übermässige Säurezufuhr dem Körper schadet. Er sagte damals:  „Von allen Zusammensetzungen unserer Körpersäfte, wirkt sich die Säure zweifellos am schädlichsten aus“.

 

7 Fakten zum Säure-Basen Haushalt

In den letzten Jahren wurde immer häufiger auf den Säure-Basen-Haushalt eingegangen.  Aber was sind genau diese „Säuren“ und „Basen“? Wie funktioniert der Säure-Basen Haushalt? Und was schadet ihm?

 

1.     Was ist der Säure-Basen Haushalt

Der Säure-Basen Haushalt ist ein komplexes System in unserem Körper. Er ist für viele Funktionen verantwortlich. Die wichtigste Aufgabe des Körpers besteht nun darin, den Säure-Basen Haushalt im Gleichgewicht zu halten.

Das Säuren bis zu einem gewissen Grad in den Körper gelangen, oder gebildet werden, ist ganz normal. Diese Grenze sollte aber nicht überschritten werden, denn in grosser Menge ist Säure schädlich. Wird der Körper zum Beispiel durch eine vermehrte Säurezufuhr durch die Ernährung gestört, können die einzelnen Organe nur noch unter erschwerten Bedingungen arbeiten.

 

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2.     Was ist der pH-Wert?

Beim pH-Wert handelt es sich um eine chemische Verbindung. Das p steht für potenzia (lat.),  das H für das Wort Hydrogenium (lat.). Der pH-Wert gibt ganz einfach an,ob eine Flüssigkeit eher sauer, oder eher basisch ist.

Der pH-Wert kann von 00 bis 14 reichen, wobei ein niedriger Wert ein saures und ein höherer Wert ein basisches (alkalischen) Milieu anzeigt. Ein Wert um 7.0 spricht für eine neutrale Substanz.

 

Das Blut

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Das wichtigste Organ im Säure-Basen Haushalt ist das Blut. Der pH-Wert des Blutes liegt bei 7.35 – 7.45, also im basischen Bereich. Bei diesem Wert können die Körperfunktionen regelrecht funktionieren. Kleinste Veränderungen sind für den Menschen lebensgefährlich. Somit ist es also seine wichtigste Aufgabe, das Blut im basischen Bereich zu halten.

Der Körper greift dabei auf mehrere Mechanismen zurück. Dazu gehören unter anderem der Atemmechanismus, der allgemeine Kreislauf,  die Hormonproduktion und natürlich die Verdauung. Über die Atmung geben wir über den Tag hinweg grosse Mengen an Säuren in Form von Kohlendioxid ab. Die Lunge ist somit eines der wichtigsten Organe in Bezug auf die Regulierung des Säure-Basen Haushaltes. Habt ihr das gewusst? Wichtig also: IMMER GUT DURCHATMEN.

 

3.     Welche pH-Werte herrschen im Körper und den einzelnen Organen?

Jedes Organ ist in seinem für ihn perfekten Milieu. Zum Beispiel herrscht im Magen ein säuerliches Milieu. Dies ist auf den säurehaltigen Magensaft zurückzuführen. Dies ist auch gut so, denn nur so kann er gut arbeiten. 

Dagegen hat die oberste Hautschicht einen pH-Wert von 5,2. Sie ist demnach leicht sauer (1, S. 21). Im Darm wiederum kommt es durch die Bauchspeicheldrüse zu einem basischen Milieu. Der pH-Wert steigt auf 8,0 oder darüber (2).

Wie ihr seht, herrschen im Körper und den einzelnen Organen verschiedene Milieus.

 

 

4.     Wie kann der pH-Wert ermittelt werden?

Der pH-Wert kann auf verschiedenen Wegen ermittelt werden. Zum Beispiel kann man den pH-Wert mittels Lackmuspapier feststellen. Man erhält ihn in Apotheken. Das Papier wird in den Urin gehalten und je nach Verfärbung festgestellt, ob der pH-Wert eher sauer oder basisch ist. Um einen genauen Überblick zu erhalten, sollte dieser Wert mehrmals über den Tag ermittelt werden.

 

5.     Wie geht der Körper mit ankommender Säure um?

Der Körper kann auf zwei Wegen mit ankommender Säure aus der Ernährung umgehen:

-->Säure neutralisieren

An jede ankommende Säure, die zum Beispiel über die Ernährung in den Körper gelangt, bindet sich eine Base. Aus diesem Komplex heraus bildet sich ein neutrales Salz.

Für diesen Vorgang benötigt es Mineralstoffe. Zu den Mineralstoffen zählen Eisen, Magnesium, Kupfer, Kalzium usw. Diese Mineralstoffe werden vom Körper bereitgestellt, vorausgesetzt, sie sind in ausreichender Menge vorhanden. Ist dies nicht der Fall, oder sind diese Reserven aufgebraucht, geht man davon aus, dass der Körper auf anderen Wegen zu den nötigen Stoffen kommt. Wie oben in der Einleitung beschrieben, kommt zum Beispiel der Knochen selbst in Frage. Genau hier können auf längere Sicht schwere Erkrankungen entstehen (1, S. 23).

 

--> Der Körper lagert die Säure ab:

Der Körper scheidet über den Tag hinweg grosse Mengen an Säuren über den Urin und den Schweiss aus, die sogenannten Schlacken. Kommt der Körper, aufgrund eines Säureüberschusses seiner Aufgabe nicht mehr nach, lagern sich genau diese im Körper ab.

Bei der Frau sind dies zum Beispiel Stellen am Gesäss, an den Oberschenkeln, an den Oberarmen, oder um die Hüften. Solche Ablagerungen sind bekannt als Cellulite (1).

 

 

6.     Welche Ernährung ist langfristig von Vorteil?

Ideal wäre die 80% zu 20% Verteilung.

Eine Ernährung ist nie ganz frei von Säuren und soll sie auch nicht sein. Optimal wären 80% basische und 20% säurebildende Nahrungsmittel (3 S. 20).

 

 

7.     Wann kommt der Säure-Basen-Haushalt aus dem Gleichgewicht?

Das Säure-Basen Gleichgewicht kann zum Beispiel durch eine übermässige Säurezufuhr durch die Nahrung aus dem Gleichgewicht geraten.

Weiterhin kann ein genereller Mangel an Mineralstoffen, Vitaminen und Spurenelementen das Gleichgewicht stören. Auch Stress, Müdigkeit, oder ein Sauerstoffmangel aufgrund minimaler körperlicher Aktivität, wirken sich negativ auf den Säure-Basen Haushalt aus. (1, S. 23).

 

 

 

Was genau kann ich nun tun, um meinen Säure-Basen Haushalt positiv zu beeinflussen?

Den Säure-Basen-Haushalt können wir auf verschiedenen Wegen positiv beeinflussen.

Dazu zählen:

-        Eine gesunde und ausgewogene Ernährung: Besonders auf die Qualität der Produkte kommt es an. Auch der Einkauf von regionalen und saisonalen Produkten ist sehr wichtig. Unter diesem  Saisonkalender findet ihr genau das Richtige.

WICHTIG: Weissmehl, übermässiger Zucker und Alkohol vermeiden.

 

-        Ausreichender und erholsamer Schlaf: Ein ausreichender Schlaf ist für den Säure-Basen Haushalt sehr wichtig.

 

-        Ein gesunder Lebensstil: Ständige Stressbelastung, sei es im beruflichen Alltag, oder in der Freizeit, sollte vermieden werden.

 

Was tun wir nun, wenn der Körper zu viel Säure angehäuft hat und mit dem Säureüberschuss nicht mehr klar kommt?

In der Literatur wird diesbezüglich sehr viel geschrieben. Bei einem Säureüberschuss kann zum Beispiel eine basische Woche eingelegt werden. Hierzu zählt an aller ersten Stelle der Verzicht auf Fleischprodukte. Fleisch ist säurebildend und belastet den Organismus. Handelt es sich um eine mässige bis geringere Säureüberlastung kann auch ein einzelner Tag in der Woche ausreichen, an dem man sich basenreich ernährt.

 

 

Was Du wissen musst:

Nicht alle säurebildenden Lebensmittel sind auch gleichzeitig schlecht. Nüsse werden zu den säurebildenden Lebensmitteln gezählt, sind aber in ihrer Zusammensetzung durchaus gesund für den Körper.

Es ist somit wichtig die basischen und säurebildenden Lebensmittel zu kennen, sowie auch die schlechten von den guten säurebildenden Lebensmitteln zu unterscheiden. Auch vom Geschmack darf man sich nicht täuschen lassen: Zum Beispiel ist eine Zitrone im Mund durchaus sauer. Im Körper selbst wird sie aber basisch verstoffwechselt.

Das Thema basenbildene und säurbildende, sowie schlechte und gute säurbildende Lebensmittel ist riesengross. Ich gehe hier nicht näher darauf ein, sonst würde es den Artikel sprengen. Wenn euch das Thema aber weiter interessiert, werde ich gerne einen weiteren Blogpost darüber schreiben.

 

Die Säure-Basen Tabelle soll helfen, die richtige Auswahl zu treffen:

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Zum Rezept für einen leckeren Spirulina-Smoothie-Bowl geht es hier.

 

 

 

 

WICHTIG

Der Verzehr von tierischem Gewebe (Fleisch) führt somit immer zu einer erhöhten Säureproduktion! Je grösser der Fleischkonsum, desto grösser und bedrohlicher die Säureproduktion (1).

 

 

 

 

 

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung mit vorwiegend basischen Lebensmitteln, kann dazu beitragen, dass der Körper und seine Organe, auch auf lange Sicht leistungsfähig und gesund bleibt.

 

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Ihr Lieben, ich hoffe ich konnte euch das Thema Säure-Basen Haushalt etwas näher bringen. Für diesen Artikel habe ich die wichtigsten Punkte zusammengefasst, doch beim Schreiben habe ich gleich bemerkt, wie riesengross dieses Thema ist. Ich könnte noch mehrere Seiten füllen. Ich denke, es wird noch einen weiteren Blogpost über dieses tolle Thema geben.

Falls ihr auch noch wichtige Tipps und Anregungen habt, dann schreibt sie mir gerne.

 

 

 

Liebe Grüsse

 

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Quellen

1.     Vasey, Ch. (2002). Das Säure-Basen-Gleichgewicht. München : Midena Verlag.

2.     Zentrum der Gesundheit. Entäsuerung. Übersäuert? Messen Sie ihren Ph-Wert. Abgerufen am 14.1.2018 von https://www.zentrum-der-gesundheit.de/ph-wert.html

3.     Lohmann, M. (2010). Der Basen-Doktor. Stuttgart: Trias Verlag.

In der Stille liegt die Kraft

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Gästebloggerin: Sabine Perler - FILABÉ: MEINE GESICHTSPFLEGE-ROUTINE

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