Jacqueline  

Bachelor of Science in Physiotherapy   Switzerland

 

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Why vegan?

Why vegan?

Hi ihr Lieben

Ich wollte schon seit soooo langer Zeit etwas zur veganen Ernährung und zum veganen Lebensstil schreiben. Nun ist es endlich soweit.

Bei mir hat alles vor langer Zeit angefangen. Ich kann mich erinnern, dass ich mit 17 Jahren sehr unzufrieden war. Zum einen mit meinen Essgewohnheiten und zum anderen mit meiner Statur. Zum damaligen Zeitpunkt ass ich noch Fleisch, sehr wenig, aber ich ass es. Da meine Liebe zu Tieren schon immer sehr gross war, musste eine Veränderung her. Mein damaliger Freund war Vegetarier und somit hatte ich es leicht dies auch auszuprobieren. Von einem auf den anderen Tag stieg ich auf eine vegetarische Ernährung um. Ich strich Fleisch und Fisch aus meinem Ernährungsplan.

Schon nach wenigen Wochen bemerkte ich die positiven Vorzüge der vegetarischen Ernährung. Zum einen gefiel mir meine Statur wieder und zum anderen trug ich die Verantwortung nicht mehr, dass Tiere für mich Sterben müssen. Mir war klar, dass dies die beste Entscheidung war. Den Weg, den ich damals eingeschlagen habe, habe ich nie bereut. Gleichzeitig war sie sozialtauglich. War ich mit Freunden unterwegs, die damals eh alle sehr hip waren, hatte ich keine Probleme. Klar gab es fragende Blicke und Diskussionen, aber die hielten sich im Rahmen.

Vor 5 Jahren wurde mir dann klar, dass ich noch einen Schritt weitergehen will. Mir ging es mit meiner vegetarischen Ernährung sehr gut, mir fehlte es an nichts, doch war es für mich unheimlich ergreifend zu sehen, wie Tiere für Menschen u.a. in der Milch- oder Hühnerindustrie leiden müssen. Mir liess es keine Ruhe, dass Tiere leiden müssen und ausgebeutet werden. Diese innere Unruhe bewegte mich dazu, auf die vegane Ernährung umzusteigen.

Ich probierte es aus.

Zu Beginn war es für mich etwas holprig, ich musste mich erst finden. Was koche ich? Aus welchen Nahrungsmitteln erhalte ich meine notwendigen Vitamine und Proteine? Gleichzeitig stiess ich auf deutlich mehr Unverständnis. Konnte ich bei meiner vegetarischen Ernährung Kritiken abfangen und Diskussionen mit viel Energie führen, war es als Veganerin deutlich schwieriger Verständnis zu erhalten. Nun hatten auch meine Familienangehörige (und ich habe sehr viele) Zweifel, ob bei mir noch alles ok ist.

Meine Familie ist bäuerlich aufgewachsen. Nun auch noch ohne Käse und Milch respektive Sahne zu kochen, war für meine zwei Omas komplett daneben. Aber sie liessen sich nichts anmerken. Sie gaben sich immer ausserordentlich viel Mühe. Meine Oma väterlicherseits wurde Profi im Couscous zubereiten, meine Oma mütterlicherseits stellte alles an Gemüse auf den Tisch, dass sie finden konnte. Fand sie einmal etwas im Kühlregal mit der Aufschrift vegan, trug sie es mit ganzem Stolz nach Hause und fragte mich wie sie es zubereiten muss.

Doch Veganer/innen können nicht ausschliesslich von Gemüse, Salat oder Couscous leben. Auch wir brauchen unsere tägliche Ration an Vitaminen, Ballastoffen und Proteinen. 

Für mich war und ist eine ausgewogene Ernährung das A. und O. Eine ausgewogene Ernährung gibt mir die Zufriedenheit und die innere Ruhe die ich brauche, um im Alltag Leistungsfähig zu sein und mich auch geistig gut zu fühlen.

 

Zu Beginn meiner Umstellung auf die vegane Ernährung, war für mich klar, dass ich mich mit dem Begriff Vegan intensiv auseinandersetzen muss und will. Mir war es wichtig zu erfahren, wie andere ihre vegane Ernährung umsetzen und gleichzeitig wurde mir bewusst, dass ich nicht nur vegane Lebensmittel zu mir nehmen will, sondern dass ich den veganen Lebensstil leben will.

 

 

Was bedeutet vegane Ernährung denn eigentlich?

Vegan bedeutet, dass man auf alles was tierischen Ursprungs ist verzichtet. Wobei das Wort „Verzicht“ für mich nicht der richtige Ausdruck war und ist. Viele Fragen mich und ich schätze, dass alle Veganer diese Fragen kennen, wie ich denn auf all „DAS“ verzichten kann. Für mich war es nie ein Verzicht keine tierischen Produkte mehr zu essen. Für mich war es eine Befreiung, ein Loslösen von der Last eine gewisse Verantwortung für das Leid der Tiere zu tragen.

In der Schweiz wurden noch keine konkreten Daten zu Veganern und Veganerinnen erhoben. Die vegane Gesellschaft geht aber davon aus, dass sich ca. 1% der Bevölkerung in der Schweiz vegan ernährt. Nun gehöre ich auch dazu.

 

VEGAN bedeutet für mich keinen Verzicht, sondern eine Bereicherung

Woher kommt der Begriff vegan? Und was bedeutet er konkret?

Der Begriff vegan wurde schon im Jahr 1949 definiert und zwar von der Vegan Society of England. Ein Mitbegründer dieser Zusammenkunft ist Donald Watson.

Die heutige Definition lautet:

"A philosophy and way of living which seeks to exclude—as far as is possible and practicable—all forms of exploitation of, and cruelty to, animals for food, clothing or any other purpose; and by extension, promotes the development and use of animal-free alternatives for the benefit of humans, animals and the environment. In dietary terms it denotes the practice of dispensing with all products derived wholly or partly from animals." 1

 

„Veganismus ist eine Lebensweise, die versucht - soweit wie praktisch durchführbar - alle Formen der Ausbeutung und Grausamkeiten an leidensfähigen Tieren für Essen, Kleidung und andere Zwecke zu vermeiden; und in weiterer Folge die Entwicklung und Verwendung von tierfreien Alternativen zu Gunsten von Mensch, Tier und Umwelt fördert. In Bezug auf die Ernährung bedeutet dies den Verzicht auf alle Produkte, die zur Gänze oder teilweise von Tieren gewonnen werde“. 2

Wie in der Definition beschrieben geht es darum, Tiere nicht auszubeuten, ihnen kein Leid zu zufügen.

Der erste und wohl auch bekannteste Veganer ist Attila Hildmann. Das einschneidende Erlebnis, dass sein Vater im Jahr 2000 einen Herzinfarkt erlitt, bewegte ihn dazu, zuerst auf eine vegetarische Ernährung, dann aber auf eine vegane Ernährung umzustellen. Gleichzeitig ging er regelmässig zum Sport und konnte so ein gesundes Gewicht erlangen. Er wollte eine radikale Veränderung. Er hat sein Ziel erreicht. Dies kann man an seinen Vorher-Nachher Bilder deutlich sehen. Sein erstes Buch, welches ich mir auch gleich gekauft habe, war ein riesen Erfolg 2. Mittlerweile hat er mehr als 9 Bücher herausgebracht, viele davon sind Kochbücher. Er besuchte viele Talkshows sowie Kochsendungen und wurde so zu einer berühmten Person. Gleichzeitig wurde die vegane Ernährung an viele Menschen herangebracht, die vorher noch nie etwas davon gehört haben. Das war sein Ziel. Er wollte Menschen dazu bewegen sich zum einen gesünder zu ernähren und zum anderen sich mehr zu bewegen.

Auf seinem Facebook und Instagram- Account postete er Bilder von sich, von seinen Kochkünsten und von seinem Lebensstil. Dieser Lebensstil war aber auch Angriffsfläche, denn von seinem hart erarbeiteten Geld kaufte er sich als erstes einen Porsche. Bei vielen Veganern war diese Handlung unverständlich.

Gehört denn nicht auch ein veganer Lebensstil zu einer veganen Ernährung? Kann man sich vegan ernähren und trotzdem mit dem Porsche über die Autobahn flitzen? Ist es nicht so, dass man, wenn man vegan lebt, auch seinen Lebensstil danach ausrichten sollte? Heisst es nicht auch, dass man gerade nicht mit einem Porsche fährt und die Umwelt belastet? Sollte man nicht besser mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren? Wo ist denn da die Grenze?

Diese Fragen habe ich mir natürlich auch gestellt und habe ich mich noch tiefer mit dem Thema beschäftigt. Als erstes kam ich Kontakt mit dem Film earthlings. Er ist nichts für schwache Nerven. Im Film wird auf schonungslose Art gezeigt wie Tiere immer noch in vielen Bereichen ausgebeutet werden. Dazu gehören u. a. die Lederindustrie und die Pelzindustrie. Gleichzeitig zeigt der Film, wie sich die Massentierhaltung auf das Ökosystem und Länder wie Afrika auswirkt. Ich war so betroffen von dem Film und was ich dort zu sehen bekam, dass ich meine Handlungen mehr und mehr hinterfragte und mir noch weitere Literatur nach Hause holte. Gleichzeitig schaute ich mir mehrere Sendungen und YouTube-Videos an. Eine Serie der Sendung Sternstunde blieb mir in Erinnerung. Hier wurde der bekannte Philosoph und Buchautor Richard David Precht eingeladen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich bereits sein Buch Tiere denken gelesen. (3)

Sehr interessant wird in dieser Sendung über Tiere und deren Stellenwert in der früheren und heutigen Zeit geredet und diskutiert. In der Sendung wird wieder einmal klar, dass Richard David Precht weiss wovon er da spricht (Link zur Sendung)

 

Auf die Frage hin, ob er sich vegetarisch oder vegan ernährt verneint er. Gleichzeitig sieht er aber darin die nötige Konsequenz des heutigen Wissens über die Handhabung mit Tieren und die Folgen der Massentierhaltung. Auch Peter Singer (Animal Liberation, 1975 (4)) und Jean-Claude Wolf (Tierethik, 1992 (5)) schrieben hervorragende Bücher über dieses Thema.

 

Was wollen wir sein? Wie können wir uns gut fühlen? Sind wir „am besten?“ Machen wir immer alles richtig?

 

Als ich mit der veganen Ernährung vor mehr als 5 Jahren begann, war ich so ziemlich die Einzige weit und breit. Hätte ich mich doch so gerne mit anderen ausgetauscht. Erfahrungen austauschen wäre sehr hilfreich gewesen. Nun bin ich nicht mehr alleine. Mittlerweile gibt es sehr viele Vegetarier und Veganer. Auch in meinem Freundeskreis gibt es immer mehr Menschen die auf eine vegetarische Ernährung umgestiegen sind.

Für mich war und ist die vegane Ernährung und ein gesunder Lebensstil die Erfüllung die ich immer gesucht habe. Das „Beste“ für mich also. Ich habe gelernt, mich immer auf mein Gefühl zu verlassen und es hat mich dahin geführt wo ich heute stehe.

Wichtig für mich, da ich 6x die Woche Sport treibe ist das Wissen um Vegane Proteinquellen. Mein nächster Blogpost beinhaltet viele Informationen rund um das Thema Proteine in veganen Lebensmitteln. Viel Freude damit.

Berühmte Veganer und Veganerinnen:

  • Bill Clinton
  • Miley Cyrus
  • Anne Hathaway
  • Bill Kaulitz
  • Paul McCartney
  • Xavier Naidoo

 

Love,

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1.      Vegane Gesellschaft Österreich. Abgerufen von https://vegan.at/inhalt/definition-veganismus am 17.03.2017

2.     Hildmann, Atilla (2011). Vegan For Fun. Verlag: Becker Joest Volk Verlag.

3.     Precht, Richard David (2016). Tiere denken. Verlag: Goldmann Verlag.

4.     Singer, Peter (2015). Animal Liberation. Die Befreiung der Tiere (Tierrechte-Menschenpflichten)

5.  Wolf, Jean-Claude (1992). Tierethik. Neue Perspektiven für Menschen und Tiere (2., überarbeitete Auflage). Paulus, Fribourg. Erlangen 2005.

 

 

 

 

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